Neues im Juli 07

Wiege der Ruhrindustrie wird touristische Attraktion

Veröffentlicht am Donnerstag, 19. Juli 2007 um 00:03

Die “Wiege der Ruhrindustrie”, die St. Antony-Hütte in Oberhausen, wird zu ihrem 250-jährigen Bestehen im kommenden Jahr eine neue Dauerausstellung erhalten. Zusammen mit einem industrie-archäologischen Park soll der Ort des ersten Hochofens bis zum Kulturhauptstadtjahr 2010 zur neuen touristischen Attraktion im westlichen Ruhrgebiet werden. Die seit einem Jahr laufenden wissenschaftlichen Ausgrabungen durch Archäologen des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) unterstützt der MAN Konzern mit einer Spende von 200.000 Euro, weil die St. Antony-Hütte Keimzelle des Unternehmens war. Dies gaben LVR und MAN bei der offiziellen Scheck-Übergabe auf dem Gelände der St. Antony-Hütte bekannt.

Udo Molsberger, Direktor des LVR: “Die St. Antony-Hütte hat als erstes Unternehmen der Schwerindustrie im Ruhrgebiet eine herausragende Bedeutung. Deshalb hat sich der LVR mit seinen Kultureinrichtungen hier besonders engagiert.” Historiker des Rheinischen Industriemuseums haben die Fachleute des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege bei den Ausgrabungen begleitet, die nun seit über einem Jahr laufen. Eingebunden bei der Substanzerhaltung des Wohn- und Kontorhauses und bei der Bestimmung der Fabrikationsanlagen sind auch Experten des Rheinischen Amtes für Denkmalpflege. Molsberger: “Die Außensanierung des Gebäudes konnten wir im vorigen Jahr abschließen und die Innensanierung läuft gerade. Eine neue Dauerausstellung zur Geschichte der ersten Eisenhütte des Ruhrgebiets wird 2008 in der St. Antony-Hütte eröffnet. Ein Designbüro ist bereits mit der Gestaltung beauftragt.”

Nach den Worten von LVR-Kulturdezernentin Milena Karabaic plant das Industriemuseum gemeinsam mit der Stadt Oberhausen im Außengelände der St. Antony-Hütte einen industrie-archäologischen Park. Durch die wissenschaftlichen Ausgrabungen seien die meisten Fragen zum Aufbau des Betriebes und zur Anordnung der Aggregate geklärt. Karabaic: “Der Park soll die Fundamente und Mauerreste schützen und zugleich in enger Anbindung an die Ausstellung den Besuchern die Funktionsweise der ersten Eisenhütte des Ruhrgebietes näherbringen. Er wird damit ein besonderes touristisches Highlight auch im Hinblick auf 2010 werden.”

Die Ausgrabungen durch die Archäologen des LVR wurden im Frühjahr 2006 begonnen. Dieser erste Grabungsabschnitt konnte mit Mitteln des LVR, des Ministeriums für Bauen und Wohnen des Landes NRW, mit Unterstützung der Stadt Oberhausen und des Fördervereins des Rheinischen Industriemuseums verwirklicht werden.

Weitere Informationen finden Sie bei der Route der Industriekultur

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von S. Hilling

Freizeitspaß auf Flüssen, Kanälen und Seen: RVR-Broschüre stellt Fahrgastschifffahrt im Ruhrgebiet vor

Veröffentlicht am Mittwoch, 18. Juli 2007 um 00:09

Ruhrgebiet (idr). Leinen los! Auf den Flüssen, Kanälen und Stauseen des Ruhrgebiets kann man fast zum “Seebären” werden. Wo und wie, das zeigt die aktualisierte Auflage der Broschüre “Fahrgastschifffahrt im Ruhrgebiet”, die der Regionalverband Ruhr (RVR) jetzt herausgegeben hat. Dort sind zahlreiche Anbieter und Touren verzeichnet.

Die Möglichkeiten, gemütlich übers Wasser zu schippern und dabei zu schauen und auch Altbekanntes neu zu entdecken, sind vielfältig. In Wesel startet z.B. regelmäßig die River Lady, ein original Mississippi-Dampfer. Die Weiße Flotte verkehrt in Duisburg, Essen und Mülheim. Industriekultur können die Fahrgäste bei einer Tour auf dem Dortmund-Ems-Kanal genießen, die im Unterwasser des Alten Schiffshebewerks Henrichenburg in Waltrop beginnt.

Weiter informiert die Broschüre über Linien- und Sonderfahrten, Fahrtdauer sowie über nahe Ausflugsziele und Attraktionen.

Das handliche Heft liegt in ausgewählten Stadtinformationen aus. Außerdem ist es im RVR Online-Shop (www.rvr-online.de) und bei Stephanie Oesterwind, Telefon: 0201/2069-272, erhältlich. Nähere Infos sowie eine Download-Möglichkeit der Broschüre finden Sie unter rvr-online.de.

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von S. Hilling

Überarbeitete “TourTipps” führen durch die Hohe Mark

Veröffentlicht am Dienstag, 17. Juli 2007 um 23:58

Dorsten (idr). Den richtigen Weg weist die Freizeitkarte “TourTipp Hohe Mark”, die jetzt als überarbeitete Neuauflage erscheint. Der Regionalverband Ruhr (RVR) und sein Eigenbetrieb Ruhr Grün haben darin Ausflüge und Touren für Wanderer und Radfahrer, Jogger und Nordic-Walker ausgearbeitet.

Die Freizeitkarte im Maßstab 1:20.000 erfasst den kompletten Naturpark zwischen den Städten Dorsten und Haltern am See. Sie führt zu bekannten Freizeitstätten und Badestränden. Zudem kann man eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete am Nordrand der Metropole Ruhr bei vier Radtouren oder einer empfohlenen Wanderroute kennenlernen.

Zusätzlich finden Wanderer und Radfahrer in der Faltkarte Lehrpfade und Museen, Bootsverleihe, Kinderspielplätze und Sehenswürdigkeiten wie Burgen, Wassermühlen und Kirchen.

Die farbige Freizeitkarte ist ab sofort für 4,90 Euro im Buchhandel oder im RVR-Onlineshop erhältlich.

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von S. Hilling

Landartprojekt “Kokerei Hansa. Natur/Kunst”

Veröffentlicht am Montag, 16. Juli 2007 um 23:56

Die ungewöhnlichen Gebilde aus Ästen und Reisig tauchen ganz unvermittelt auf. Hinter rostigen Rohren, rauem Beton und wildwachsenden Pflanzen steht plötzlich eine Pyramide aus Ästen oder hängt ein Reisigbündel an der Wand.

Industrienatur, künstlerische Intervention oder beides? Blicke in das Herz der stillgelegten Kokerei Hansa rufen Fragen hervor. Fragen nach den Spuren die hier hinterlassen worden sind, warum sie dort sind und wer sie dort hingebracht hat. Die gestörte Natur, durch Schienen, Bauten und Maschinen zerschnitten, wird erneut gestört, durch sie selbst. Die natürlichen Materialien aus denen der Künstler Hundefänger seine Skulpturen zusammensetzt bestehen lediglich aus den vor Ort vorgefundenen Materialien, zurecht geschnitten mit einem einfachen Messer. Diese eigentlich ursprüngliche, natürliche Natur konterkariert sich selbst, da sie in diesem Umfeld als Fremdkörper in ihrem eigenen Lebensraum wahrgenommen wird.

Die Zeit wird dabei ganz deutlich auf Hansa. Die Zeit die vergangen ist, seitdem der Materialfluss den Zeittakt vorgab. Wo früher Koks gemacht, verladen und abtransportiert wurde, und der Weg aus der lärmenden Umgebung nach außen wies, an diesem Ort ist heute Stille eingekehrt. Das Rauschen des Sommerflieders, die summenden Libellen im Geäst der wilden Industrienatur, das ist die heutige Geräuschkulisse der Kokerei Hansa. Die Natur hat die Industrie wieder abgelöst.

Und auch die Formen die Hundefänger für seine organischen Installationen verwendet, die auch in seinem Gesamtwerk immer wiederkehrend sind, nehmen direkt Bezug auf diesen Aspekt: Der große Kreis, das Symbol des Unendlichen, des immer Wiederkehrenden, gelegt aus Ästen mitten in das Gleisbett, verdeutlicht diese Gratwanderung zwischen Mensch und Natur, die die Menschen auf der Kokerei Hansa heute herausfordert.

Ausstellungsdauer: Juli – Oktober
Öffnungszeiten: Di – So, 10 bis 18 Uhr
Eintritt frei

Kokerei Hansa
Emscherallee 11
44369 Dortmund
Fon 02 31 | 93 11 22 33

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von S. Hilling

Radtour durch den Emscherbruch

Veröffentlicht am Freitag, 13. Juli 2007 um 23:54

Gelsenkirchen (idr). Zu einer Radtour auf der Route Industrienatur lädt RVR Ruhr Grün am Sonntag, 15. Juli, 11 Uhr ein. Die vierstündige Fahrt führt auf einem Rundkurs durch den Landschaftspark Emscherbruch in Gelsenkirchen.
Stationen sind der Windpark und das Wacholdertal der Halde Hoppenbruch, die Horizontalsonnenuhr sowie die Promenaden der Halde Hoheward.

Bei der Tour lernen die Teilnehmer alles über die Entwicklung des Emscherbruchs sowie über die Tiere und Pflanzen, die dort leben. Treffpunkt ist die Gaststätte an der Kreuzung Wiedehopfstraße/Im Eichkamp in Gelsenkirchen. Erwachsene zahlen zehn, Kinder fünf Euro.

Eine Anmeldung unter 0208/88334-83 (di - so, 10 - 18 Uhr) ist unbedingt erforderlich. Unter dieser Telefonnummer gibt es auch nähere Informationen
zu der Veranstaltung sowie zu anderen Standorten der Route Industrienatur.

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von S. Hilling

“100 beste Plakate” kommen erstmals nach Essen

Veröffentlicht am Donnerstag, 12. Juli 2007 um 23:52

Essen (idr). “100 beste Plakate 06 – Deutschland, Österreich, Schweiz” sind vom 21. Juli bis zum 10. August in der Zollverein School, Essen, zu sehen. Die Ausstellung des Vereins 100 Beste Plakate e. V., Berlin, und des Deutschen Plakat Museums Essen präsentiert sich außergewöhnlich: Die Plakate schweben an Heliumballons hängend unter der knapp zehn Meter hohen Decke im ersten Obergeschoss der Zollverein School.

Mit der Schau kommen die Wettbewerbssieger erstmals nach Essen. Das Deutsche Plakat Museum und der Verein 100 Beste Plakate e.V. haben darüber hinaus vereinbart, dass auch in den folgenden Jahren die Wettbewerbsergebnisse – als zweite Station nach Berlin – in Essen zu sehen sein werden.

Infos auch im Netz unter 100-beste-plakate.de.

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von S. Hilling

Ausstellung “Festliche Reise um die Welt. Das Schützenfest und andere Rituale”

Veröffentlicht am Mittwoch, 11. Juli 2007 um 23:25

Menschen feiern Feste. Überall auf der Welt. Von der Geburt bis zum Tod begleiten sie den Lauf des Lebens und den Wechsel der Jahreszeiten. Feste unterbrechen den Alltag und verkehren ihn ins Gegenteil. Oft haben sie einen religiösen Hintergrund, der uns heute nicht mehr bekannt ist.

Die Ausstellung “Festliche Reise um die Welt” entführt die Besucherinnen und Besucher in eine zunächst fremde Welt: die Region Baltistan in Parkistan. Dort werden bei einer Hochzeit Braut und Bräutigam verschleiert. Die Hochzeit ist ein großes Ereignis im Leben der Balti, deshalb wird sie besonders prachtvoll gefeiert. Das Brautpaar feiert getrennt voneinander - jeder im Kreis seiner Familie. Anschließend geht die Reise zu den Tuareg im Norden von Niger. Hier wird das Festival de l’Aïr mit Kamelrennen, Musikdarbietungen und Tänzen der Männer gefeiert. Zunächst ins Leben gerufen, um Touristen in diese Region zu locken, wurde es im Laufe weniger Jahre zu einem Kulturfest von Tuareg für Tuareg.

Danach gelangen die Besucher zum mexikanischen Fliegerspiel. Ursprünglich eine Zeremonie, um Regen zu erbitten, wurde es seit der Eroberung durch die Spanier Bestandteil des Patronatsfestes zu Ehren des Dorfheiligen. Heute ist es zu einer Attraktion für Touristen auch in Deutschland geworden: Die Flieger waren zu Gast bei einem bayerischen Volksfest.

Im abschließenden Teil der Ausstellung wird die Brücke nach Deutschland geschlagen. Die Besucher und Besucherinnen werden mit einem “typisch deutschen” Fest konfrontiert: das Schützenfest als kulturelles Erbe Westfalens ruft bestimmte Bilder im Kopf hervor. Oft ist aber weder der historische Kontext noch dessen ritualisierter Charakter bekannt. Was hat das Schützenfest mit den “femden” Festen gemeinsam?

1. Juli bis 19. August 2007

Altes Amtshaus
Karl-Pollender-Stadtmuseum Werne
Kirchhof 13, Werne
Mehr dazu im Internet unter museum-werne.de oder bei der Route der Industriekultur.

von S. Hilling

Radler erleben den “Fahrradsommer der Industriekultur” in Duisburg und Oberhausen

Veröffentlicht am Dienstag, 10. Juli 2007 um 23:24

Duisburg/Oberhausen (idr). Der “Fahrradsommer der Industriekultur” macht am 15. Juli Station in Duisburg und Oberhausen. Bei der Tour “Zwischen Hütte und Rhein - Industriekultur pur” kommen sowohl entspannte Freizeitradler als auch ehrgeizige Radsportler auf ihre Kosten. Insgesamt 38 Kilometer sollen am Ende auf dem Tacho stehen.

Los geht es um 11 Uhr am Landschaftspark Duisburg-Nord. Von dort aus radeln die Teilnehmer über den “Grünen Pfad” (Emscher Park Radweg) und die neu eröffnete HOAG-Trasse in Oberhausen zum Alsumer Berg mit Blick über den Rhein. Von dort geht es weiter zum Ziel Duisburger Innenhafen. Dort treffen die Fahrer gegen 15 Uhr ein.

Der “Fahrradsommer der Industriekultur” wird vom Regionalverband Ruhr (RVR) zusammen mit dem ADFC NRW veranstaltet. Weitere Touren sind für den 23. September (”Durchs Neue Emschertal”) ab Oberhausen und 14. Oktober (”Kohle, Koks und Kanal”) ab Dortmund geplant.

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von S. Hilling

Rundfahrt: Bochum mit der historischen Straßenbahn

Veröffentlicht am Montag, 9. Juli 2007 um 23:24

Entdecken Sie die Sehenswürdigkeiten der Bochumer City und ausgesuchter Stadtteile aus der Perspektive eines historischen Triebwagens TW 40. Die Fahrt ist nicht nur für Liebhaber alter Schienenfahrzeuge interessant, auch für die ganze Familie ist sie ein echtes Vergnügen.

Samstag, 21. Juli, 14 – 17 Uhr
Treffpunkt: Straßenbahnbetrieb an der Engelsburg, Essener Str. 125
Kostenbeitrag: 8,- €
Vorverkauf: Bochum Ticketshop Touristinfo, Huestr. 9, Tel. 01805-260 234 (14 ct/Min.)

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von S. Hilling

“Unterwegs nach Tutmirgut” wird bis zum 31. August verlängert

Veröffentlicht am Donnerstag, 5. Juli 2007 um 19:59

Dortmund (idr). Die Kinder-Erlebnis-Ausstellung “Unterwegs nach Tutmirgut” in der deutschen Arbeitsschutzausstellung geht in die Verlängerung. Zwei Monate länger als bisher geplant - bis zum 31. August - können kleine Besucher noch spielerisch erleben, was Gesundheit ausmacht.

Seit dem Start der Ausstellung haben rund 20.000 Kinder die Ausstellung besucht.

Deutsche Arbeitsschutzausstellung
Friedrich-Henkel-Weg 1-25
44149 Dortmund
Fon 02 31 | 90 71 26 45
Im Internet unter: dasa-dortmund.de

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von S. Hilling