Neues im April 08

Mit Dampf nach Kevelaer

Veröffentlicht am Mittwoch, 30. April 2008 um 12:47

Mit der Güterzugdampflok 50 3655 aus dem Jahre 1942 und historischen Personenwagen fährt die Historische Eisenbahn Gelsenkirchen e.V. am 17. Mai zur Pilgerwallfahrt nach Kevelaer. Sie können zusteigen in Dülmen um 07.30, Haltern am See 07.50, Recklinghausen 08.10, Wanne-Eickel 08.30, Gelsenkirchen Hbf 08.35, Essen-Altenessen 08.40, Oberhausen 08.50, Duisburg 09.00.

Die Fahrt führt von hier zunächst weiter nach Neuss, wo eine größere geschlossene Pilgergruppe zusteigt. Von dort geht es auf direktem Weg nach Kevelaer, wo wir gegen 11.30 ankommen werden.

Es folgt die Prozession zur Gnadenkapelle, an die sich um 12.00 Uhr ein Festhochamt im Pax-Christi-Forum anschließt. Die Verabschiedung ist um 15.15 an der Gnadenkapelle, anschließend Prozession zum Bahnhof. Abfahrt des Sonderzuges um 16.00. Die genannten Zeiten sind vorläufig.

Fahrpreis bei Zustieg Dülmen bis Recklinghausen 43.- €, Fahrpreis ab Wanne-Eickel Hbf. 39.- €

Info/Anmeldung unter Tel. 02364/2103 (AB), mobil 0172/2920735, oder E-Mail e.wedding[at]t-online.de

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von S. Hilling

Ausstellung über Oberbergrat von Reden auf Zeche Nachtigall verlängert

Veröffentlicht am Dienstag, 29. April 2008 um 12:47

Witten (lwl). Im Auftrag des preußischen Königs besuchte Friedrich Wilhelm von Reden im Jahr 1782 ins Ruhrgebiet, um sich über den Zustand des Bergbaus zu informieren. Dass der Direktor des schlesischen Oberbergamts mehr war als ein königlicher Kontrolleur, verdeutlicht das neue Begleitbuch zur Aussstellung “Im Auftrag Seiner Majestät”, die der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) seit Dezember in seinem Industriemuseum Zeche Nachtigall in Witten zeigt. Aufgrund der positiven Rückmeldungen wird die Sonderausstellung bis zum 29. Juni 2008 verlängert.

Das jetzt erschienene Buch “Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752-1815). Beiträge zur Frühindustrialisierung in Oberschlesien und an der Ruhr” widmet sich dem Themenfeld aus mehreren Perspektiven. Adam Fruzynski, Leiter des Archivs des Bergbaumuseums Zabrze, beschreibt die Bedeutung des Grafen für die Entwicklung der schlesischen Montanindustrie. Weitere Beiträge lieferten drei Wissenschaftler des LWL-Industriemuseums: Olaf Schmidt-Rutsch, Projektleiter der Ausstellung, untersucht die Reise Redens ins Ruhrtal und die Folgen für die regionale Bergbaugeschichte. Eckhard Schinkel stellt in seinem Aufsatz die Einflüsse Redens auf den Ausbau der schlesischen Binnenschifffahrt und die Bedeutung des Technologietransfers im ausgehenden 18. Jahrhundert am Beispiel der schiefen Ebenenen des Klodnitzkanals dar. Thomas Parent schließlich schildert anhand des Reden-Denkmals in Chorzow / Königshütte die Nachwirkungen Graf Redens im Wechselspiel deutsch-polnischer Beziehungen.

Das Buch leistet einen Beitrag zum Vergleich zweier bedeutender europäischer Montanregionen an der Schwelle zur Industrialisierung und ist Bestandteil eines mehrjährigen Schwerpunkts des LWL-Industriemuseums zur deutsch-polnischen Industriegeschichte.

Das 110 Seiten starke, illustrierte Buch ist im Klartext-Verlag erschienen und für 10 € an den Standorten des LWL-Industriemuseums sowie im Buchhandel erhältlich.

Olaf Schmidt-Rutsch (Hg.): Friedrich Wilhelm Graf von Reden (1752-1815).
Beiträge zur Frühindustrialisierung in Oberschlesien und an der Ruhr. ISBN 978-3-89861-931-8

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von S. Hilling

Die Metropole Ruhr legt am 21. Juni wieder eine “ExtraSchicht” ein

Veröffentlicht am Montag, 28. April 2008 um 12:50

Volles Programm an 40 Standorten

Ruhrgebiet (idr). Es wird das längste und größte Fest in der kürzesten Nacht des Jahres: Am 21. Juni - in der Mittsommernacht - feiert die Metropole Ruhr die diesjährige “ExtraSchicht – die Mittsommernacht der Industriekultur”. Heute stellte die Ruhrgebiet Tourismus GmbH & Co. KG (RTG), eine Tochter des Regionalverbandes Ruhr (RVR), das Programm vor.

Rund um 40 Zechen und Stahlwerke, Halden und Hallen, Fördertürme und Produktionsstätten machen künstlerische Inszenierungen, Musik, Führungen und Feste die Nacht zum Tag. Erwartet werden bis zu 150.000 Besucher.

Vier Drehscheiben stehen im Mittelpunkt der ExtraSchicht 2008: Das Rheinische Industriemuseum mit dem Zentrum Altenberg in Oberhausen, Tetraeder und alpincenter Bottrop, die Jahrhunderthalle Bochum mitsamt dem umliegenden Westpark und die Zeche Waltrop.

Die Drehscheiben markieren die logistischen Ankerpunkte der Nacht, außerdem sind sie Hauptorte des Finales. Alle vier präsentieren zum Ausklang der Nacht herausragendes internationales Straßentheater.

Neben der RTG stehen auch der Regionalverband Ruhr (RVR) und der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) hinter der Langen Nacht der Industriekultur. Letzterer hat auch für 2008 ein umfassendes Verkehrskonzept zur Vernetzung der Standorte entwickelt. Mit dem ExtraSchicht-Ticket können nicht nur die Shuttle-Busse, sondern auch die Verkehrsmittel im gesamten Zweckverband Ruhr-Lippe (ZRL) und im Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) genutzt werden.

Das Ticket gibt es ab morgen (10. April) bis zum 4. Mai zum Frühbucher-Tarif von acht Euro. Danach kosten Einzeltickets zehn, Vierer-Tickets 32 Euro. Tickets gibt es an den üblichen Vorverkaufsstellen, unter Telefon 01805/181650 (0,07 Euro/30 Sek) oder online unter extraschicht.de.

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von S. Hilling

Grünes Licht für Blau-Weiß an Gelsenkirchener Ampeln

Veröffentlicht am Freitag, 25. April 2008 um 13:08

Gelsenkirchen. Taster mit Schalke-Logo sollen übermütige Fußball-Fans in Gelsenkirchen dämpfen. Die Schutzbügel überspannen die Taster für Sehbehinderte an Ampeln, die die Straßenüberquerung akustisch und taktil regeln. Die Bügel sollen verhindern, dass die Anlagen beschädigt werden.
Zunächst wird nur eine große Kreuzung als Pilotanlage am Hauptbahnhof mit den neuen Schutzbügeln ausgestattet.

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von S. Hilling

Exkursion mit behinderten Menschen in die Üfter Mark

Veröffentlicht am Donnerstag, 24. April 2008 um 13:13

Dorsten/Schermbeck. Eine Exkursion in die Üfter Mark für behinderte Menschen und ihre Begleiter bietet RVR Ruhr Grün am Mittwoch, 7. Mai, an. Die Teilnehmer fahren in einem Planwagen durch das Waldgebiet. Dabei lernen sie unterschiedliche Lebensräume für Tiere und Pflanzen kennen und entdecken seltene Biotope.
Die rund zweistündige Tour startet um 15 Uhr. Anmeldungen sind unbedingt notwendig: 0201/2069-718 oder 0177/7384122. Der Treffpunkt wird bei der Anmeldung bekannt gegeben. Erwachsene zahlen fünf, Kinder zwei Euro.

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von S. Hilling

Ruhrgebiet-Unis wollen Oxford beim Rudern schlagen

Veröffentlicht am Mittwoch, 23. April 2008 um 12:59

Dortmund. Das Ruhrgebiet nimmt’s mit Oxford auf: Am 18. Mai treten die Ruderer der englischen Universität beim Uni-Cup in Duisburg gegen den Achter der Ruhr-Hochschulen an. Nach 2002 und 2003 hoffen die Studenten aus dem Ruhrgebiet auf einen weiteren Sieg.
Wer sich im Achter gegen Oxford versammelt, steht jetzt noch nicht fest. Im Rahmen des Uni-Cups messen sich zuvor die Vierer der Hochschulen aus Witten-Herdecke, Dortmund, Bochum und Duisburg-Essen. Die beiden besten Boote bilden dann den Achter, der Oxford herausfordert.

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von S. Hilling

Familienspektakel läutet zu Pfingsten die Saison auf dem RuhrtalRadweg ein

Veröffentlicht am Dienstag, 22. April 2008 um 12:56

Duisburg. Geführte Erlebnistouren per Rad und Boot, eine Fahrradmesse, ein Mitmach-Programm, eine bunte Bühnenshow und natürlich viele begeisterte Radler - das sind die Zutaten des RuhrtalRadwegFestes am Pfingstmontag, 12. Mai, im Duisburger Innenhafen. Heute präsentierten die RVR-Tochter Ruhrgebiet Tourismus GmbH (RTG), Duisburg Marketing zusammen und die Duisburg Innenhafen Entwicklungsgesellschaft das Programm des Tages.
Zwischen 11 und 18 Uhr läutet das Familienspektakel die diesjährige Radler-Saison auf dem beliebten Rundweg ein. Eines der Highlights ist die Einfahrt der mehr als 100 Aktiven, für die das Fest Ziel und Höhepunkt ihrer mehrtägigen Radtour entlang des RuhrtalRadweges ist. Diese geführten Radtouren werden anlässlich des Festes in Kooperation mit Büscher Reisen und der WAZ angeboten.
Zusätzlich lockt im Duisburger Innenhafen auch noch der Marina-Markt.
Das Programmheft zum RuhrtalRadwegFest liegt an allen Tourist-Informationen entlang der Radroute aus und kann zudem kostenlos bestellt werden. Weitere Informationen unter ruhrtalradweg.de.
Bereits einen Tag vorher, am 11. Mai, startet der Regionalverband Ruhr zusammen mit dem ADFC den diesjährigen Fahrradsommer der Industriekultur mit einem bunten Auftaktfest an der Jahrhunderthalle Bochum. Mit Sternfahrten, Führungen, Live-Musik und Aktionen rund ums Rad werden Pedalritter auf das Tourprogramm eingestimmt.
Insgesamt sieben geführte Radtouren rund um die herausragenden Orte der Industriekultur stehen bei dieser zweiten Auflage des Fahrradsommers bis Oktober auf dem Programm. Weitere Informationen gibt es unter rvr-online.de oder route-industriekultur.de.

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von S. Hilling

“Villa Hügel zeigt Folkwang”: Ausstellung mit 80 Werken der Moderne

Veröffentlicht am Montag, 21. April 2008 um 12:53

Essen. Renoir, Monet, van Gogh, Gauguin, Matisse, Dali: Erstmals seit fast drei Jahrzehnten zeigt die Villa Hügel in Essen ab dem 12. Juni Meisterwerke der Moderne. Mehr als 15 Monate lang werden dort Ausstellungsstücke des Museums Folkwang ausgestellt.
Zu sehen sind rund 80 Exponate, sie schlagen den Bogen vom französischen Realisten Gustave Courbet bis zum deutschen Mythenerzähler Max Beckmann. Werke des Kubismus werden konfrontiert mit deutschen Expressionisten, mit der Malerei des Blauen Reiter und mit Arbeiten der Brücke-Künstler. Künstlerpersönlichkeiten wie Munch, Kandinsky, Klee und Moholy-Nagy werden hervorgehoben und auch Werke der Surrealisten Salvador Dalí, Max Ernst und René Magritte sind zu sehen.
Wichtige Exponate aus der Grafischen und aus der Fotografischen Sammlung des Museums sowie aus dem Deutschen Plakat Museum runden die einzigartige Zusammenstellung ab.

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von S. Hilling

Noch mehr zur Industriekultur im Gasometer

Veröffentlicht am Freitag, 18. April 2008 um 13:59

Rufus Beck erzählt Geschichte(n) und Gerburg Jahnke kultiviert das Ruhrgebiets-Englisch. Außerdem neue Bilder zur Europäischen Route der Industriekultur, eine Zeitreise in die Vergangenheit der gigantischen Tonne und Kunstwerke mit Fernsicht von Alfred Grimm. Im Gasometer gibt es noch mehr zu sehen und zu hören. Die Ausstellungsfläche wurde auf der zweiten Ebene um rund 1000 m² erweitert.

Im Mittelpunkt der neuen Dauer-Ausstellung steht der Gasometer selbst - auch als ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH).
Die ERIH-Ausstellung mit großformatigen Fotografien von Thomas Wolf wurde durch weitere Aufnahmen historischer Industriestandorte ergänzt. An sechs neuen Hörstationen können sich Besucher außerdem von Schauspieler Rufus Beck Geschichte(n) zu den jeweiligen Denkmälern europäischer Industriekultur erzählen lassen. An vier weiteren Hörstationen stellt die Oberhausener Kabarettistin und Regisseurin Gerburg Jahnke ihren Lieblingsplatz vor: den Gasometer. Mit gewohnter Ruhrpott-Schnauze empfiehlt sie, was man sich unbedingt in der Tonne ansehen sollte. Übrigens wahlweise auch im echten Ruhrpott-Englisch - bewusst nicht akzentfrei.

Dazu gibt es eine neu gestaltete Dokumentation, die mit großformatigen Bildern an Gasometer-Highlights wie “The Wall” von Christo und Jeanne Claude, die Ausstellung “Blaues Gold” oder Bill Violas “Five Angels For The Millenium” erinnert.

Eine neue Illumination lässt die riesige Stahlscheibe samt Stahlgerüst zudem in ganz neuem Licht erscheinen. Kunstvoll wird die Konstruktion akzentuiert, der Raum unterhalb der Manege strahlt jetzt in einem satten Rot.

Objekte des Dinslakener Künstlers Alfred Grimm erzählen ein Stück Ruhrgebiets-Geschichte. Seine in Fernseher eingebauten Kunstwerke bieten eine ganz eigene Fern-Sicht auf die Dinge.

Auf Flachbildschirmen lässt sich dreidimensional in die Geschichte des Gasometers reisen. Eine Animation, entwickelt von Wissenschaftlern der Hochschule Bochum, macht die Stahlwände des Gasometers transparent, zeigt die Funktionsweise des Scheibengasbehälters und erklärt seine Rolle im Mittelpunkt eines Dreiecks großer Rohrleitungen, in denen Hochofengas, Kokereigas und Restgas an Verbraucher geliefert wurde.

Gasometer Oberhausen im CentrO
Am Grafenbusch 90
46047 Oberhausen
Fon 02 08 | 8 50 37 33
gasometer.de

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von S. Hilling

Das UNESCO-Welterbe im Museumskoffer noch bis Sonntag auf Zollverein

Veröffentlicht am Donnerstag, 17. April 2008 um 13:59

Von der Kohleförderung zur industriellen Kulturlandschaft, vom Arbeitgeber der Region zur “Kathedrale des Fortschritts”, die UNESCO-Welterbestätte Zollverein in Essen ist ein Ort voller Spuren gelebter Leben zahlreicher Generationen.

Mit dem vom Bundeministerium für Forschung und Bildung 2007 preisgekrönten Projekt “Welterbestätten im Koffer” haben es sich Kunststudierende der Universität Paderborn unter der Leitung von Prof. Dr. Jutta Ströter-Bender zur Aufgabe gemacht, in enger Zusammenarbeit mit der Stiftung Zollverein die besondere Ästhetik und Faszination des UNESCO-Welterbes Zollverein in Museumskoffern einzufangen und zu vermitteln.

Die so entstandenen “Museen im Kleinen” enthalten eine Vielzahl selbst gestalteter und gesammelter Objekte und verfolgen unterschiedliche Fragestellungen und Sichtweisen zur Darstellung der Zeche.

So finden sich in den Koffern beispielsweise Biografien zu Einwanderern, die in der Zeche gearbeitet haben, Anklänge an die Streikkultur der Arbeiter, Werkzeuge für die Arbeit unter Tage oder Fundstücke aus dem alltäglichen Leben in den Arbeitersiedlungen. Die Authentizität der im Koffer befindlichen Gegenstände und künstlerischen Objekte begeistern Jung und Alt und lassen ein Eintauchen in die vielschichtige Welt des Kohlebergbaus zu einem unvergesslichen Erlebnis werden.

12- 20. April 2008

Welterbe Zollverein
Zeche Zollverein Schacht XII
Halle A2
Gelsenkirchener Straße 181
45141 Essen

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von S. Hilling